3.46 Kosra, Hamburg

 

 

Die „Kosmos Radiogesellschaft mbH, Spezialfabrik radiotechnischer Apparate und Einzelteile" mit Sitz in Hamburg, Admiralitätstraße 40, brachte ihre Empfänger etwa 1925 in den Handel. Erfolgreich wurde Kosra offenbar nicht. 1926 vermerkte „Der Radio-Händler" unter „Firmen Nachrichten", dass Herr 0. Freitag nicht mehr Geschäftsführer sei und schon 1927 sucht man die Firma im offiziellen Adressbuch der deutschen Radioindustrie vergeblich. Und sie gibt noch weitere Rätsel auf. Stand sie vielleicht mit den "PräzisionswerkstättenDr. Lissauer", Altona-Bahrenfeld in Verbindung? Der Name „Radio Kosmos" soll auch von Dr. Walter Lissauer verwendet worden sein. Während inzwischen bekannt ist, dass Lissauers Firma von Johannes Lange in Plauen übernommen wurde, blieb uns das Ende der Kosmos-Radio Gesellschaft bis heute verborgen.

 

 

Die Hamburger Firma Radio-Baute war offensichtlich davon überzeugt, dass die Kosmos-Radio GmbH Marktbedeutung erringen würde und stellte den Kosra-Dreiröhren-Zweikreis-Empfänger 1925 auf ihrem Titelblatt vor. 

 

 

Kosra- Zweiröhrenempfänger mit einer Audion- und einer NF-Verstärkerstufe, Baujahr etwa 1925/26. Auf dem Gerät stecken zwei Röhren, welche ihre Herkunft — eine Glühlampenfabrik — nicht verbergen können. Philips / Onyx fertigte anfangs Trioden in dieser Form. 

 

corsa radio gesellschaft

 

Inserat aus: „Hamburger Adressbuch“, 1926

 

 

Den Namen „Kosmos" findet man bei verschiedenen Radio-Firmen bzw. -Produkten, z. B. auch bei Otto Ernst Pegler (siehe Kap. 3.48, Kretzschmar). Von welcher Firma das rechts abgebildete Inserat stammt, ist nicht nachgewiesen — es können auch Empfangsapparate der Franckh`schen Verlagshandlung gemeint sein (siehe Kapitel 16.4, Seite 6 und Anhang A I, F-L, Seite 4).