Von den ersten Erfindungen des Rundfunks bis zum HD Fernsehen

 

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24. Mai 1844

Samuel F. B. Morse sendet das erste Telegramm auf Morsecode 

 

6 Things You May Not Know About Samuel Morse - HISTORY

Samuel Mörse

 

Paul Nipkow erhielt ein Patent auf das "Mechanisches Fernsehen" 

 

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11. Febr. 1844 

Thomas Alva Edison, US-amerikanischer Erfinder, wird in Milan (Ohio) geboren - Erfinder der Glühbirne

 

Elektrizität: Edison - Energie - Technik - Planet Wissen

Thomas A. Edison

  

28. Okt. 1861

Philipp Johann Reis führt in Frankfurt/M ein Gerät vor, welches er Telefon nennt.

 

philipp johann frankfurt telefon

 

1873

Der schottische Physiker James Clerk Maxwell weist auf die Existenz von elektromagnetischen Wellen hin

 

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10. Febr. 1876 

Alexander Graham Bell baut das erste, praktisch verwendbare Telefon

 

18. Juli 1877 

Thomas Alva Edison gelingt zum ersten Mal eine Tonaufzeichnung auf einer mit Stanniol bespannten Stahlwalze (Phonograph).

 

  

13. Nov. 1886 

Heinrich Hertz gelingt in einem Experiment in Karlsruhe die Übertragung elektromagnetischer Wellen von einem Sender zu einem Empfänger.

 

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26. Sept. 1887 

Emil Berliner aus Hannover meldet ein Grammophon zum Patent (DRP 45048) an, das als Tonträger Schallplatten mit Seitenschrift benutzt.

 

1894

Guglielmo Marconi baut die erste drahtlose Funkstrecke der Welt - ganze neun Meter lang. 

 

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7. Mai 1895 

Die von Tesla entwickelte Technologie wurde in der Staatlichen Universität Sankt Petersburg erstmals präsentierte, übermittelte seine Versuchsanordnung am 24. März 1896 die telegrafierten Wörter „Heinrich Hertz“ an eine 250 Meter entfernte Empfangsstation.

 

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20. Sept. 1898 

Professor Ferdinand Braun demonstriert in Strassburg die von ihm gefundene "drahtlose Telegrafie durch die Luft"

 

Ferdinand Braun Physik

 

4. März 1906 

Der österreichische Physiker Robert von Lieben meldete das Patent auf die, von ihm entwickelte, elektronische Verstärkerröhre 

 

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Robert von Lieben

 

Robert von Lieben Roehre

Lieben Röhre

 

29. Januar 1907 

Der Amerikaner Lee de Forest erfindet die Dreipol-Röhre und meldet sie als Audion-Triode an. 

 

1906

Ferdinand Braun meldet am 18. Febr 1906 sein Kristall Detektor zum Patent an

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1911

Auf dem Windmühlenberg in Königs Wusterhausen fanden erste funktechnische Versuche statt. Ein Luftschiffer- und Telegrafenbataillon baute erste Sender auf Pferdefuhrwerken und mit Ballonen in der Luft gehaltenen Antennen auf.

 

1913

Siemens & Halske präsentiert das erste Wählscheiben Telefon

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1917

Dr. Hans Bredow wurde am 1. Mai 1908 technischer Direktor der Telefunken-Gesellschaft und baute in den folgenden Jahren den Funkverkehr mit Schiffen nach Amerika und Afrika auf. Im März 1919 wechselte Bredow von Telefunken als Ministerialdirektor zum Reichspostministerium. 

   

1920

Seit diesem Jahr gilt der Funkerberg als die Geburtsstätte des öffentlichen Rundfunks in Deutschland. Denn am 22. Dezember 1920 fand die erste Rundfunkübertragung der Deutschen Reichspost vom Sender Königs Wusterhausen statt. Die Sendung begann mit den Worten "Hallo, hallo! Hier Königs Wusterhausen auf Welle 2.700." Im Anschluss fand ein Weihnachtskonzert statt. Postbeamte spielten auf mitgebrachten Instrumenten, sangen Lieder und trugen Gedichte vor. Offiziell hören konnten diese erste Übertragung nur einige Hundert Menschen, denn es gab nur etwas mehr als 70 „Empfänger“, meist in Dienststellen der Reichspost, dazu auf Schiffen und im Ausland in ähnlichen Versuchsstationen. Aus den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Luxemburg sowie den nordischen Staaten kamen Zuschriften von Privatpersonen, die das Konzert verfolgten. Aus dem deutschen Reichsgebiet kamen keine Reaktionen, da hier das (Ab)hören des Rundfunks nicht erlaubt war.

 

1921

Nach dem Weihnachtskonzert am 22. Dezember 1920 fand 23. März 1921 das erste Osterkonzert statt. In Folge fanden regelmäßige Ausstrahlungen von Sonntagskonzerten statt, die in Eigeninitiative der Postbeamten stattfanden.

 

1922

Am 16. Mai 1922 stellen die Firmen Telefunken und Lorenz bei der Reichspost einen Antrag, um die Konzession zur Errichtung und zum Betrieb von Sende- und Empfangsanlagen zu erhalten.

 

1923

Nachdem der private Empfang bis 1923 in Deutschland offiziell verboten war, fand am 29. Oktober 1923 die erste offiziell legale Rundfunksendung Deutschlands der Funk-Stunde Berlin aus dem Vox-Haus in Berlin statt. Die Sendung begann mit den Worten: „Achtung, Achtung! Hier ist die Sendestelle Berlin im Voxhaus auf Welle 400 Meter. Meine Damen und Herren, wir machen Ihnen davon Mitteilung, dass am heutigen Tage der Unterhaltungsrundfunkdienst mit Verbreitung von Musikvorführungen auf drahtlos-telefonischem Wege beginnt. Die Benutzung ist genehmigungspflichtig.“

Der erste, der sein Radio anmeldete und eine Erlaubnis bekam, war der Berliner Zigarettenhändler Wilhelm Kollhoff. Aufgrund der Inflation in Deutschland musste er dafür 350 Milliarden Mark zahlen. Kollhoff erinnerte sich später: "Man musste erst die Genehmigung haben dazu. Dann konnte man den Apparat bei Telefunken bestellen. Der war nicht sofort am selben Tage zu haben, sondern nach einiger Zeit erst. Die Fertigung war noch nicht soweit fortgeschritten wie heute."

 

1924

In Hamburg findet am 29. Mai 1924 die erste Große Deutsche Funkausstellung statt.

 

1925

Der Berliner Funkturm nimmt am 25. September auf der Mittelwellenfrequenz 520,8 kHz seinen Sendebetrieb auf.

Am 1. November sprach Bernhard Ernst den ersten Livekommentar zu einem Fußballspiel zwischen Preußen Münster und Arminia Bielefeld im Radio.

 

1926

Loewe baute in diesem Jahr die ersten Mehrfach-Röhren mit zwei oder 3 Systemen sowie Widerständen und Kondensatoren in einem Glaskolben ein. Eigentlich waren das die ersten “integrierten Schaltkreise”. Die 3NF hatte 3 Trioden, 4 Widerstände und 2 Kondensatoren. Damit konnte ein kompletter Empfänger (nur der Schwingkreis war extern) realisiert werden. Diese Röhren sind heute sehr selten.

Die Deutsche Welle GmbH geht am 7. Januar auf Sendung. Genutzt wurde ein Langwellensender in Königs Wusterhausen, der mit 20 kW auf 231 kHz sendete und in ganz Deutschland empfangen werden konnte. Ab 1931 sendete die Deutsche Welle aus dem Berliner Haus des Rundfunks.

Das erste in Deutschland per Rundfunk verfolgbare Fußballländerspiel, war die Begegnung zwischen Deutschland und den Niederlanden am 18. April 1926 im Rheinstadion in Düsseldorf.

 

1927

In Washington, D.C. (USA) fand vom 4. Oktober bis 25. November 1927 die Internationale Weltfunkkonferenz statt. .

Am 20. Dezember 1927 begann in Zeesen einem Ortsteil von Königs Wusterhausen der Deutschlandsender II auf Langwelle (240 kHz) mit dem Sendebetrieb. Zu dieser Zeit war er der stärkste Rundfunksender Europas. Der Sender besaß eine T-Antenne, die an 2 jeweils 210 m hohen Stahlfachwerkmasten aufgehängt war. Ebenfalls im Dezember ging der Kurzwellen-Versuchssender AFK in Döberitz, westlich von Berlin, an den Start.

 

1928

Die 5. Große Deutsche Funkausstellung fand vom 31. August bis 9. September in Berlin statt:

Es fand eine der ersten Fernsehübertragungen weltweit statt. Die Fernsehbilder waren 30-zeilig mit 900 Bildpunkten mit einem Durchmesser der runden Bildröhre von etwa 32 mm im Durchmesser.

Detektorempfänger treten in den Hintergrund und Radios mit Lautsprecherbetrieb werden immer mehr gefordert. Bei den leistungsstärkeren Geräten werden mehr Superhet Empfängern bevorzugt.

 

1929

Am 8. März um 23:10 Uhr beginnt die Deutsche Reichspost eine 80-minütige Test-Fernsehsendung, allerdings noch ohne Tonübertragung.

Am 9. Juni wird zu ersten Mal die älteste immer noch ausgestrahlte Hörfunksendung der Welt gesendet: Das Hamburger Hafenkonzert. Gesendet wurde von Bord des Dampfers Antonio Delfino, damals noch von der Nordischen Rundfunk AG (NORAG). 

Auf der 6. Großen Deutschen Funkausstellung 1929 (30. August bis 08. September) stellte Telefunken die Technik des ersten deutschen Kurzwellensenders vor: Kristallsteuerung in sieben Stufen, eine für die Leistungssteigerung optimierte Anordnung der Senderöhren.

Am 6. Oktober berichtet der Hörfunkjournalist und Schauspieler Alfred Braun für den Rundfunk live von den Begräbnisfeierlichkeiten für den Reichsaußenminister Gustav Stresemann. Seine Reportage ist eine der bekanntesten der deutschen Hörfunkgeschichte und gilt als älteste überlieferte Sendung.

 

1930

Seit 1930 ist Mühlacker im Enzkreis (Baden-Württemberg) Standort eines großen Senders mit einer Sendeleistung von 60 kW 

 

1931

Am 22. Januar wurde das Haus des Rundfunks an der Masurenallee in Berlin eröffnet. 

Auf der 8. Großen Deutschen Funk-Ausstellung Berlin (21. bis 30. August) stellt Manfred von Ardenne das erste vollelektronische Fernsehsystem der Welt vor.

 

1932

Der Sender Ismaning in Ismaning, einer Gemeinde nordöstlich von München, wurde in diesem Jahr in Betrieb genommen. 

 

1933

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar wird in Deutschland die 1925 gegründete Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG) gestärkt und die bis dahin selbstständigen Rundfunkgesellschaften aufgelöst. Der Rundfunk wird das wichtigste Propagandainstrument der Nazis, kontrolliert und geleitet vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter der Leitung von Joseph Goebbels.

Am 18. August wir auf der 10. Großen Deutschen Funk-Ausstellung in Berlin (18. August - 27. August) der Volksempfänger VE301 vorgestellt, der mit dem Slogan „Ganz Deutschland hört den Führer mit dem Volksempfänger“ vermarktetet wurde. Die Typenbezeichnung leitete sich vom Datum der nationalsozialistischen Machtergreifung ab (301 = 30. Januar ). Das erste Modell des VE301 wurde von Otto Griessing bei der Berliner Firma Dr. G. Seibt entwickelt. Alle großen deutschen Radiohersteller wurden verpflichtet, den Volksempfänger nach einheitlichen Vorgaben zu produzieren. Das Gerät wird zum wichtigsten Instrument der NS-Propaganda. Noch während der Messe können 100.000 Stück verkauft werden. Den Volksempfänger gab es von verschiedenen Hersteller.

Am 10. November 1933 fand der erste offiziell angeordnete Gemeinschaftsempfang des deutschen Volkes statt. Es wurde eine Rede Adolf Hitlers aus den Siemens-Werken in Berlin übertragen

 

1934

Am 24. November wird vom Reichssender Köln wird erstmals die Unterhaltungssendung "Der frohe Samstagnachmittag" mit den „drei frohen Gesellen“ (Hans Salcher, Rudi Rauher und Karl Wilhelmi) ausgestrahlt.

 

1935

Auf der 12. Großen Deutschen Funk-Ausstellung in Berlin (16.08 - 25.08.1935) wird das erste industriell gefertigte Tonbandgerät, das Magnetophon Telefunken K 1 vorgestellt. 

 

1936

In diesem Jahr kam anlässlich der Olympischen Spiele in Berlin ein transportables, mit Batterien bestücktes Koffergerät für den Empfang im Freien auf den Markt: der Deutsche Olympiakoffer.

 

1937

Das Unglück der Hindenburg bei der Landung in Lakehurst, New Jersey am 6. Mai 1937 ist mittels der berühmt gewordenen Reportage von Herbert Morrison live im Radio mitzuverfolgen. 

Konstruktion der Röhre "Magisches Auge"

 

1938

Die von Orson Welles inszenierte Hörspielfassung des utopischen Romans Krieg der Welten des Briten H. G. Wells wird am 30. Oktober gesendet und löst in den USA eine Massenpanik aus. 

 

1939

Die gesetzliche Grundlage für die Einführung des Drahtfunks (Kabelhörfunk) wird am 19. März gelegt. In den folgenden Jahren wird die neue Technik in Berlin, Düsseldorf und Hamburg angeboten.

Die erste Ausgabe des Wunschkonzert für die Wehrmacht, das sich an Wehrmachtssoldaten und deren Angehörige wendet, wird am 1. Oktober zum ersten Mal von allen Reichssendern ausgestrahlt.

 

1940

Start des Einheitsprogrammes aller deutschen Reichssender am 9. Juni. Der Deutschlandsender gestaltet am 24. Dezember zum ersten Mal eine Weihnachtsringsendung.

 

1941

26. April – Kurze Zeit nach dem deutschen Einmarsch und der Zerschlagung des Königreich Jugoslawien, am 26. April strahlt der Soldatensender Belgrad erstmals das Lied Lili Marleen in der von Lale Andersen 1939 eingespielten Version aus, das in der Folge zu einem Fronten übergreifenden „Kriegshit“ wird und noch heute als „typisches“ Soldatenlied gilt.

 

1942

Am 1. Januar werden alle Radiosender in den Niederlanden unter die Kontrolle der deutschen Besatzungsmacht gestellt.

 

1943

Die Berichterstattung über das Kriegsgeschehen nahm während des Zweiten Weltkriegs einen breiten Anteil im Rundfunkprogramm ein. Neben aktuellen Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht kamen weitere Nachrichten des Rundfunks mit und ohne militärische Bezüge hinzu. Auf den Internetseiten des Deutschen Rundfunk Archiv (DRA) findet man unter dem Unterpunkt Nachrichten vom Krieg ein Beispiel vom 6.2.1943.

Am 18. Februar hält Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast vor ausgewählten Publikum aus NS-Parteifunktionären und anderen regimetreuen Personen die Sportpalastrede, bei der er zum Totalen Krieg aufruft. 

 

1944

Der Rundfunk war unter der Kontrolle der Besatzungsmächte

 

1945

Schon einen Tag nach der Kapitulation Hamburgs vor der britischen Armee, am 4. Mai startet unter Kontrolle der britischen Besatzungsmacht Radio Hamburg. Aus Radio Hamburg wird dann am 22. September 1945 der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR). 

Am 12. Mai startet Radio München, der unter Kontrolle der US-amerikanischen Besatzungsmacht steht.

Am 13. Mai startet Radio Berlin, dem späteren Berliner Rundfunk, der unter der Kontrolle der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) steht.

Am 3. Juni startet Radio Stuttgart, der unter Kontrolle der US-amerikanischen Besatzungsmacht steht.

Der amerikanische Soldatensender AFN Berlin geht am 4. August auf Sendung. AFN Berlin beendet seinen Sendebetrieb (sowohl auf UKW, als auch auf Mittelwelle) am 15. Juli 1994.

Das vermutlich erste Hörspiel, das nach dem Kriege produziert wurde, Carl Zuckmayers Der Hauptmann von Köpenick wird am 3. September vom NWDR (Hamburg) gesendet. 

Radiogeräte waren nur auf Bezugsschein zu erhalten, wobei die Alliierten die Versorgung von Privatleuten mit Radiogeräten streng bewirtschafteten. Daher beschloss Max Grundig im Dezember 1945 einen Radiobausatz, den Heinzelmann zu entwickeln. Der Bausatz war als Spielzeug deklariert, damit gelang es Grundig das alliierte Verbot zur Herstellung von Rundfunkgeräten zu unterlaufen. Die Produktion begann im Oktober 1946 und die Auslieferung ab Januar 1947. Im Jahr 1995 brachte Grundig einen Nachbau "Heinzelmann" auf den Markt.

 

1946

Der DIAS (Drahtfunk im amerikanischen Sektor) geht am 7. Februar in Berlin auf Sendung.

In Saarbrücken startet am 17. März Radio Saarbrücken unter Kontrolle der Französischen Besatzungsmacht. 

Am 31. März 1946 ging der Südwestfunk für die gesamte französische Besatzungszone, ausgenommen der Sonderzone Saarland, in Baden-Baden auf Sendung.

 

1947

Nach britischem Vorbild beginnt der NWDR am 2. November mit der Ausstrahlung eines Nachtprogramms mit anspruchsvollen Sendungen.

Der Rundfunk wird unabhängig

 

1948

Am 30. Oktober 1948 wurde der Südwestfunk als Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Mainz konstituiert und damit zur Landesrundfunkanstalt für Rheinland-Pfalz und die südlichen, französisch besetzten Länder Baden und Württemberg-Hohenzollern.

 

1949

In diesem Jahr kommt es zu einschneidenden medienpolitischen Veränderungen der Rundfunk- und Fernsehlandschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Im Laufe des Jahres werden eine Reihe von Rundfunk- und Sendeanlagen von den drei westlichen Besatzungsmächten an deutsche Stellen übergeben:

 

1950

In Torquay, einem Badeort an der Südküste Englands, wird am 12. Februar die Europäische Rundfunkunion (EBU) ins Leben gerufen. 

Am 15. März tritt derer Kopenhagener Wellenplan tritt in Kraft.

5. Juni – Die Landesrundfunkanstalten Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, Radio Bremen, Süddeutscher Rundfunk, Südwestfunk und Nordwestdeutscher Rundfunk schließen sich am 5. Juni zur Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) zusammen..

Im Jahr 1950 starten in Deutschland die ersten Fernsehversuche seit dem Zweiten Weltkrieg. Als erste Anstalt sendet der NWDR am 12. Juli ein Testbild, in der DDR folgt der DFF am 25. November.

 

1951

Der RIAS startet im Februar die Krimireihe:Es geschah in Berlin.

Der Fernseh-Werkssender der Firma Grundig in Fürth nimmt am 27. September den regelmäßigen Sendebetrieb auf.

 

1952

Am 30. November startet die 1. Staffel, der vom NWDR Hamburg unter der Regie von Hans Gertberg produzierten Hörspielserie "Gestatten, mein Name ist Cox" 

 

1953

Die Deutsche Welle, der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland geht am 3. Mai mit einer Grußbotschaft von Bundespräsident Theodor Heuss unter dem Dach des Nordwestdeutschen Rundfunk auf Sendung.

Erste drahtgebundene Fernbedienungen für Radio,- und Fernsehgeräte

 

1954

Am 1. Januar beginnt der Hessische Rundfunk mit der Ausstrahlung von Werbesendungen.

Das als „Wunder von Bern“ bekannte Endspiel der Fußball-WM 1954 in der Schweiz im Berner Wankdorfstadion findet am 4. Juli vor 60.000 Zuschauern statt. Deutschland schlägt dabei den Favoriten Ungarn 2:3. Der NWDR-Radioreporter Herbert Zimmermann kommentiert das Spiel in einer berühmt gewordenen Rundfunkreportage über.

Der Hessische Rundfunk sendet am 8. November die erste Folge der Hörspielreihe Hesselbach GmbH von und mit Wolf Schmidt, unter der Regie von Karlheinz Schilling aus. Sie ist die Fortsetzung der Serien Familie Hesselbach (1949–1953) und Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung (1953–1954).

 

1955

Auf der Großen Deutsche Rundfunk-, Fernseh- und Phono-Ausstellung in Düsseldorf (26. August - 04. September) werden immer mehr Radiogeräte mit der Raumklang-Technik (3D) vorgestellt. Eines dieser Geräte ist das Grundig 4055 WF/3D.

 

1956

Am 17. August geht der von der DDR als Geheimsender geschaffene Deutsche Freiheitssender 904 am Abend erstmals auf Sendung. Seinen Betrieb stellte der Sender am 30. September 1971 ein.

  

1958

Erste NF-Stereo Verstärker

Die Firma SABA brachte das TV Gerät "Telerama" für 3000 Mark auf den Markt: Von einer Projektionslinse wird das TV Programm auf eine 1,6 Meter breite Leinwand projeziert.

Am 6. April strahlt Radio Luxemburg die erste Hitparadensendung für deutschsprachige Hörer aus.

Mit Mordfall Oberhausen startet am 14. März die erste deutsche Fernseh-Krimireihe "Stahlnetz". Die meisten Folgen dieser Krimireihe waren in den folgenden 10 Jahren zu Straßenfegern, mit einer Einschaltquote von bis zu 90 %.

 

1959

Die ARD-Tagesschau wird am 2. März erstmals von einem sichtbaren Sprecher, Karl-Heinz Köpcke, moderiert. .

 

1960

Die Länder beschlossen daraufhin am 23. März 1961 ein gemeinsames zweites TV-Programm und unterzeichneten am 6. Juni 1961 den zugehörigen Staatsvertrag über „eine gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Namen: "Zweites Deutsches Fernsehen“. 

 

1961

Erstes "Zeilenfreies Fernsehen" von Saba

Der WDR in Köln beginnt am 13. Januar mit der Ausstrahlung des 8-teiligen Hörspiels Paul Temple und der Fall Conrad von Francis Durbridge mit René Deltgen, Annemarie Cordes und Kurt Lieckin den Hauptrollen unter der Regie von Eduard Hermann.

Am 28. Februar 1961 entscheidet das Bundesverfassungsgericht im 1. Rundfunk-Urteil gegen den Plan Konrad Adenauers eines privaten, aber im Besitz des Bundes stehenden zweiten bundesweiten Fernsehsenders. Die Kulturhoheit liegt bei den Ländern und nicht beim Bund.

Die Länder unterzeichnen am 6. Juni einen Staatsvertrag für ein „gemeinnütziges“ zweites deutsches Fernsehprogramm, die Grundlage für das spätere ZDF.

Vom 25. August bis 3. September findet zum ersten Mal nach dem 2. Weltkrieg die 22. Deutsche Rundfunk, -Fernseh- und Phono-Ausstellung wieder in Berlin statt. Die Firma Loewe AG stellt den Optacord 500 vor, einen frühen Videorekorder für den Heimanwendermarkt. Das Gerät findet jedoch kaum Verbreitung.

 

 

1962

In Frankfurt am Main beginnt das Deutsche Rundfunkarchiv mit der Sammlung von Dokumenten zur Fernsehgeschichte.

Die Bundesrundfunkanstalt Deutsche Welle tritt am 7. Juli der ARD bei. Die Deutsche Welle (DW) ist der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland und hat in Deutschland zwei Standorte, Bonn und Berlin, wobei Bonn als Sitz der Anstalt des öffentlichen Rechts fungiert. Die DW sendet in rund 30 Sprachen. Nachdem die Programme lange ausschließlich über Kurz- und Mittelwelle ausgestrahlt wurden, werden heute neben Kurzwellensendungen zusätzlich die Satellitenübertragung, einen Internet-Livestream und in manchen Ländern lokal das UKW-Band. Die Deutsche Welle arbeitet heute in drei Medien-Bereichen: Radio , Fernsehen (DW-TV) und Internet (www.dw.com).

Der Deutschlandfunk nimmt am 1. Januar seinen Betrieb auf.

Im Bayerischen Rundfunk (BR) wird am 21. Februar die erste von 88 Folgen der von Ellis Kaut geschriebenen Kinderhörspielreihe Meister Eder und sein Pumuckl ausgestrahlt.

Der WDR in Köln beginnt am 23. Februar mit der Ausstrahlung des 8-teiligen Hörspiels Paul Temple und der Fall Margo von Francis Durbridge mit René Deltgen

In den USA startet am 10. Juli Telestar 1 von Cape Canaveral der erste zivile Satellit für interkontinentale Fernsehübertragungen mit einer Rakete des Typs Delta DM-19 in das Weltall.

Am 23. Juli erfolgt die erste Live-Fernsehschaltung zwischen Europa und den USA.

 

1963

Auf der 23. Großen Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin vom 30. August bis 08. September werden die folgenden Neuheiten präsentiert:

Braun stellt die Braun Station T1000 vor, ein hochwertiges Transistor-Kofferradio nach dem "Weltempfänger-Prinzip", dass mehrere Kurzwellenbereiche ermöglicht und somit weltweiten Radioempfang. Der T1000 verfügt über 8 Kurzwellenbereiche. 

Philips stellt die Compact Cassette vor. Im Lauf der 1970er-Jahre etabliert sich dieser neue Tonträger im privaten Bereich als preiswerte Alternative zu den schwerer handhabbaren Tonbändern, die im professionellen Bereich bis zur Einführung der digitalen Tontechnik Standard bleiben.

Am 22. November unterbrechen Radio- und Fernsehstationen weltweit ihr laufendes Programm wegen der Nachricht vom Attentat auf John F. Kennedy.

 

1964

Am 29. April beschließt der Deutsche Bundestag die „Untersuchung der Wettbewerbsgleichheit von Presse, Funk/Fernsehen und Film“.

 

1965

Am 6. April wird der erste kommerzielle Nachrichtensatellit Intelsat I, auch Early Bird genannt , wird in die Umlaufbahn gebracht. Über ihn können Fernsehereignisse interkontinental live ausgestrahlt werden. Der Satellit bleibt bis 1969 im Einsatz. Early Bird konnte 240 Telefongespräche oder eine Fernsehsendung übertragen.

Auf der Deutschen Funk-Ausstellung in Stuttgart (27. August - 05. September) stellt Telefunken mit dem Steuergerät Opus Studio 2650 ein neues Hybrid Gerät vor. Im HF-Bereich verfügte das Gerät über Röhren, während im NF-Teil Transistoren zum Einsatz kamen.

 

1966

Am 3. Januar starten ARD und ZDF mit der Ausstrahlung ihres gemeinsamen Vormittagsprogramms

Im Deutschen Fernsehen ist am 17. September die erste Folge der Science-Fiction-Serie Raumpatrouille zu sehen.

 

1967

Anlässlich der 25. Großen Deutschen Funkausstellung erfolgt am 25. August der offizielle Startschuss für das Farbfernsehen in der Bundesrepublik Deutschland. Weitere Neuheiten:

Es werden die ersten Farbfernsehgeräte vorgestellt, die allerdings einen hohen Stromverbrauch hatten und sehr Fehleranfällig waren.

  

1969

In Ost-Berlin wird am 3. Oktober der 368 Meter hohe Berliner Fernsehturm von Walter Ulbricht offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bei der Fertigstellung war er der zweithöchste Fernsehturm der Welt. 

 

1970

In der ARD wird am 29. November die erste Folge der Krimireihe Tatort gesendet. 

 

1971

Erste "Internationale Funkausstellung" in Berlin vom 27. August bis 5. September 1971

Am 1. Januar tritt in den USA das Verbot von Werbung für Tabakwaren in Rundfunk und Fernsehen in Kraft.

Präsentation der ersten Videorecorder für die private Nutzung

Erste Kunstkopf-Stereophonie-Radiosendungen

Der erste TED Bildplattenspieler von Telefunken

 

1973

Motorola stellt in den USA den ersten Prototypen eines Mobiltelefons her.

 

1975

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin (29. August - 7. September)

Schaub-Lorenz stellt das Kofferradio Touring professional 107 vor.

 

1974

Einführung des Verkehrsfunks im Autoradiot

 

1976

Zum 1. Januar übernimmt die GEZ in Deutschland die Gebühren- und Teilnehmerverwaltung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, für die zuvor die Deutsche Bundespost zuständig war. 

 

1977

Erste Infrarot Fernbedienungen für Fernseher auf dem deutschen Markt

 

1978

Der Genfer Wellenplan, ein internationales Übereinkommen zur Regelung von Mittel- und Langwellenfrequenzen tritt am 23. November in Kraft.

 

1979

Der Deutschlandfunk nimmt am 18. Februar seinen Betrieb auf

 

1980

Der Bayrische Rundfunk startet am 4. Oktober Bayern 4 Klassik, einem Hörfunkspartensender ausschließlich mit klassischer Musik. 

 

1981

Seit dem 2. Januar 1981 wird das gemeinsame Vormittagsprogramm von ARD und ZDF bundesweit ausgestrahlt.

Stereo Ton im Fernsehen

 

1982

In diesem Jahr erscheinen die ersten CD-Spieler. Die weltweit erste industriell gepresste CD-Veröffentlichung ist das letzte Studioalbum von ABBA (The Visitors).

Auch der meistverkaufte Heimcomputer weltweit kommt in den Handel, der C64 von Commodore.

 

1984

Einführung des Kabelfernsehens

Als Geburtsdatum des privaten Rundfunks in Deutschland gilt der 1. Januar 1984. 

Der erste deutsche empfangbare Privatfernsehsender die Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk (PKS) (heute SAT1) startet seinen Betrieb im Rahmen des Ludwigshafener Kabelpilotprojekts.

Nur einen Tag später, am 2. Januar, startete der damals aus Luxemburg sendende RTL plus sein deutschsprachiges Programm. 

 

1985

Erste Autoradios mit dem Empfangsbereich 88 bis 108 MHz

  

1986

Am 31. Dezember 1986 um 12:00 Uhr geht Radio ffn auf Sendung und ist damit der älteste niedersächsische Privatsender.

  

1988

Satelliten-Fernseh-Empfang über ASTRA Satellite

Am 1. April führt die ARD in allen ihren Landesanstalten das RDS-System für den Verkehrsfunk ein.

 

1989

Am 25. August startet auf der Funkausstellung im Berlin Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling das Digitale Satellitenradio (DSR) über die beiden Satelliten DFS 1 Kopernikus, TV SAT 2 und das Kabelnetz der Deutschen Bundespost Telekom. Am 16. Januar 1999 um 0:01 Uhr wurde DSR trotz der Proteste vieler Hörer abgeschaltet. Nachfolger von DSR wurde DVB-S und dann DVB-S2.

Am 9. November öffnet sich die deutsch-deutsche Grenze und die Mauer in Berlin. Als einer der ersten Hörfunksender bringt RIAS um 21 Uhr 30 eine Reportage von dem soeben geöffneten Grenzübergang Bornholmer Straße zwischen den damaligen Berliner Bezirken Pankow und Mitte. Der RIAS war es auch, der am 13. August 1961 als erster berichtete, dass die SED-Diktatur die Grenzen nach West-Berlin und zur Bundesrepublik endgültig geschlossen hatte.

   

1994

Am 1. Januar geht Deutschlandradio auf Sendung. Mit der Abschaltung der Langwellensender zum 1. Januar 2015 besteht eine flächendeckende Verbreitung der Programme von Deutschlandradio für das Gebiet von Deutschland nur noch über DVB-S und DAB+.

 

1995

Auf der 40. Internationalen Funkausstellung in Berlin (26. August - 03. September) bringt Grundig anlässlich des 50. Firmenjubiläums einen Nachfolger des legendären Grundig Heinzelmann-Bausatzes in den Handel, den Grundig Heinzelmann 1995 (Limited Edition). Es wurden nur 8000 Geräte gebaut, hiervon gingen 5000 Geräte in den Handel, 1600 gingen an die Grundig Mitarbeiter und 1400 Geräte wurden exportiert. Da designbedingt das Radio keinen echten Netzschalter hat, liegt der Trafo liegt IMMER an Netzspannung!

Grundig Heinzelmann 

1996

In diesem Jahr kommen die ersten DVD-Anspielgeräte auf den Markt.

 

1998

Erste MP3 Player auf dem Markt

 

2002

Einführung des DVB-T Fernsehen in Berlin

 

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2003

In Deutschland wird der 80. Geburtstag des Rundfunks in Deutschland am 29. Oktober 1923 gefeiert.

 

2005

Erste HD-ready TV Geräte werden präsentiert - grundlegend für das heutige HD Fernsehen mit 1920 x 1080 Pixel (FullHD) und 3840 x 2160 Pixel (Ultra HD)

 

2009

Der Sender Arte zeigt frei empfangbares HD Fernsehen 

 

2010

Die ARD und ZDF Sender strahlen jetzt auch im HD Format aus

 

2011

Einführung vom DAB+ Rundfunk

 

2012

ASTRA stellt das analoge Fernsehen ein.

Zum ersten Mal werden Spiele der Fußball-Euromeisterschaft 2012 im Hörfunk nicht nur von der ARD, sondern auch von privaten Rundfunksendern übertragen.

 

2013

Zum 1. Januar 2013 geht aus der GEZ der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice hervor. An diesem Tag wurde auch die Rundfunkgebühr durch einen pauschalen Wohnungsbeitrag zu ersetzt, der weder von den tatsächlich vorhandenen Empfangsgeräten noch der Zahl der Bewohner abhängt.

Der AFNstellt am 31. Mai seine Sendungen auf Mittelwelle (auf 873 kHz) aus Kostengründen ein.

 

2014

Am 1. Januar feiern das Deutschlandradio seinen 20. Jahrestag und das Privatfernsehen seinen 30. Jahrestag des Sendebeginns.

 

2015

Mit der Abschaltung der letzten öffentlich-rechtlichen Rundfunk Mittelwellensender von Deutschlandfunk und Saarländischen Rundfunk endet am 31. Dezember nach 92 Jahren die Übertragung von Rundfunk auf Mittelwelle,

 

2016

Start von DVB-T2 dem digitalen Fernsehen

Bis Oktober stellt AFN in Deutschland schrittweise den Sendebetrieb per Mittelwelle und auf vielen UKW-Frequenzen ein.

 

2017

Das 77. Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wurde am 1. Januar in 93 Ländern der Welt im Hörfunk und im Fernsehen ausgestrahlt.